Der Marktkommentar, 3. Quartal 2021

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Marktkorrektur im dritten Quartal
Zu Beginn des dritten Quartals 2021 verzeichneten wir einen übergeordnet guten Monat für die Anleger an den Finanzmärkten, wobei die Bilanzen der Unternehmen im Allgemeinen sehr gut ausfielen. Das Quartal brachte aber auch eine Marktkorrektur. Zum ersten Mal seit Februar verloren die Aktien an Wert. Die über einen Zeitraum von sechs Monaten positiven Renditen waren ungewöhnlich und nicht normal und waren innerhalb der letzten 150 Jahre auch nur 12 Mal zu beobachten gewesen. Deshalb betrachten wir die aktuelle Korrektur auch als eine ganz gewöhnliche Marktbewegung. Wir sind nicht der Auffassung, dass man sich von den aktuellen negativen Tendenzen im Aktienmarkt „abschrecken“ lassen sollte. Es handelt sich um ein verhältnismäßig natürliches Geschehen, und es ist tatsächlich selten, dass solche Korrekturen von großen Ereignissen ausgelöst werden.

Die in den letzten Monaten im Markt vorherrschenden Themen waren die Furcht vor steigenden Zinsen, die Entwicklung der COVID-19-Pandemie und die Delta-Variante sowie die in einigen Branchen anzutreffenden Probleme in den Versorgungsketten. Es sieht im Allgemeinen so aus, dass die Unternehmen die Herausforderungen in Verbindung mit COVID-19 gut überwunden haben und weiterhin richtig gutes Geld verdienen. Und dies, obwohl die Entwicklung der Corona-Pandemie zur Schließung von Häfen und zu allgemeinen Herausforderungen für den Warentransport führte. Davon waren jedoch nur bestimmte Länder betroffen und nicht der gesamte Markt. Die Zahl der auf Weltebene neu Infizierten und Verstorbenen ist ebenfalls rückläufig. Damit scheint die „dritte Welle“ ihren Höhepunkt erreicht zu haben, und dies bedeutet, dass das künftige wirtschaftliche Wachstum - angesichts des sinkenden Risikos für Lockdowns - von einer zunehmenden gesellschaftlichen Aktivität weiter profitieren wird.  

Anfang des Quartals erzielten die meisten Anlageklassen im Portfolio positive Renditen, und die besten Renditen gab es im globalen Aktienmarkt, der seinen Anstieg fortsetzte.  Nach dem guten Quartalsbeginn, der von Kursanstiegen im Aktienmarkt sowie verhältnismäßig positiven Renditen für Unternehmensanleihen geprägt war, endete der September mit traurigen Renditen. Diese waren für fast alle Anlageklassen negativ, und die globalen Aktienmärkte waren am stärksten beeinträchtigt. Die steigenden Zinsen wirkten sich auch auf die Anleihenkomponenten aus. Traditionelle Anleihen und insbesondere die Anleihenmärkte der Schwellenländer hatten den stärksten Gegenwind, was zu negativen Renditen führte.


 

Der Fonds*

Benchmark

Unterschied

Letztes Quartal

-1,00 %

0,41 %

-1,41 %

Jahr bis heute

7,14%

7,22 %

-0,08 %

*Die Renditehistorie finden Sie unter dem Reiter „Performance“.

Aktuelles
Unsere übergeordnete Risikoexponierung in den Portfolien war verhältnismäßig stabil, und wir begannen das Quartal mit unverändertem Risiko, wobei wir unsere abwartende Haltung im Hinblick auf ein positiveres Signal von unserem Gesamtprozess beibehielten. Im August wurde das Signal unseres Anlageprozesses immer positiver, was vor allem der geringeren Furcht vor stark steigenden Zinsen geschuldet war. Nach der Marktkorrektur im September haben wir das Risiko in unseren Portfolien erhöht, es besteht aber immer noch Raum für eine zusätzliche Erhöhung des Risikos.

Hinweis:
Frühere Renditen lassen nicht auf künftige Renditen schließen. Der Wert und die Rendite Ihrer Anlage können fallen, und Sie können nicht sicher sein, den gesamten angelegten Betrag zurückzuerhalten. Normalerweise wird beim Kauf und Verkauf von Fondsanteilen eine Gebühr fällig. Der Fonds kann in Instrumente investieren, die auf verschiedene Währungen lauten. Mindestens 75 % des Vermögens werden stets in Euro angelegt oder gegenüber dem Euro abgesichert sein. Sie sollten bedenken, dass Wechselkursänderungen Ihre Anlage negativ beeinflussen können. Dies kann auch der Fall sein, wenn der Euro nicht Ihre Basiswährung ist.
Keine der hier enthaltenen Informationen sind als Anlageberatung zu verstehen, und vor einem Kauf oder Verkauf sollten Sie sich immer an Ihren Anlage- bzw. Steuerberater wenden.