Marktkommentar September 2021

08.10.2021

Der September endete für die globalen Aktien mit einer negativen Rendite (-2,3 %), und die Aktien verloren zum ersten Mal seit Februar an Wert. Positive Renditen ununterbrochen über sechs Monate sind nicht normal und waren in den letzten 150 Jahren auch nur 12 Mal der Fall. Seit dem Höchststand im Aktienmarkt Anfang September betrug die Korrektur 5,7 %, und es ist mehr als 200 Tage her, dass wir eine größere Korrektur als 5 % gesehen haben. Deshalb kann es den Investoren wie ein „großes“ Ereignis vorkommen - man muss aber bedenken, dass in den letzten 100 Jahren mehr als 3 Korrekturen von 5% pro Jahr die Regel waren.

Deshalb betrachten wir die aktuelle Korrektur als eine ganz gewöhnliche Marktbewegung. Wenn es zu einer Korrektur kommt, dann sucht jeder nach einer Erklärung dafür, und diesmal gibt es mehrere mögliche „Ursachen“. Beispiele hierfür sind leicht steigende Zinsen im Anschluss an neue Signale vonseiten der US-amerikanischen Zentralbank, die Furcht vor einem Lockdown des öffentlichen Apparates in den USA aufgrund von politischen Verhandlungen über den Schuldendeckel und schließlich, dass sich die Verhandlungen über ein neues Anreizpaket in den USA (Infrastruktur) etwas schwieriger als erwartet gestalten. 

Als positiv zu erwähnen ist, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie - sowohl hinsichtlich der Zahl der neu Infizierten als auch der Verstorbenen auf Weltebene - rückläufig ist. Damit scheint die „dritte Welle“ ihren Höhepunkt erreicht zu haben (s. Abb. 1). Dies verringert das Risiko für neue Lockdowns und bedeutet, dass das künftige Wachstum weiter von einer steigenden gesellschaftlichen Aktivität profitieren wird.

Abb. 1: Entwicklung der Corona-Pandemie (global)

(Quelle: Bloomberg, 2021)

Renditen der Anlageklassen
Hinsichtlich der Rendite endete der September als ein schwacher Monat. Am Monatsende waren für (fast) alle Anlageklassen negative Renditen zu verzeichnen. Am schlimmsten war der Aktienmarkt betroffen, der um 2,3 % nachgab. Man sollte sich aber weiter vor Augen halten, dass die Jahresrendite nach wie vor bei knapp 20% liegt.
Aber auch die steigenden Zinsen wirkten sich auf unsere Anleihenportfolien aus. Am stärksten beeinträchtigt waren die Anleihen der Emerging Markets, die mit negativen Renditen von 1,7-2,2 % abschnitten. Im Markt für dänische Hypothekenanleihen endete der Monate mit 0,7 % im Minus.
Unsere alternativen Anlagen schnitten im September am besten ab und beendeten den Monat mit einer Nullrendite.